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Vom industriellen Schöneweide aus bis zum Erholungsgebiet in Friedrichshagen: Treptow-Köpenick ist ein Arbeiter‑ und Ausflugsbezirk. Auf beiden Seiten der Görlitzer Bahn, der Bahnstrecke Berlin-Görlitz die durch den ehemaligen Eigenbezirk Treptow fährt, haben sich schon vor langer Zeit Industriegebiete entwickelt. Mit mehr als 56% der Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter, die einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung nachgeht, sind die Treptower und Köpenicker die am Arbeitsmarkt aktivsten Menschen Berlins. Dagegen kann man sich im Stadtteil Köpenick dank der endlosen Grünflächen um den Müggelsee herum gut erholen.

Für EU‑Ausländerinnen und ‑Ausländer ist der Bezirk noch nicht attraktiv. Nur 2,7% der Bevölkerung dort kommen aus dem EU-Ausland. Sie sind aber zahlreicher in Treptow als in Köpenick.

Wer regiert?

Oliver Igel ist der sozialdemokratische Bürgermeister von Treptow-Köpenick. Seine Partei hat 2011 17 Sitze gewonnen. Die Linke hat 15 Bezirksverordnete, die CDU (Christlich-Demokratische Union) 9, die Grünen 6, die Piraten 4 und die NPD (Nationaldemokratische Partei Deutschlands) 2. Ein Bezirksverordneter ist parteilos.

Am 18.09.2016 finden in Treptow-Köpenick die Bezirkswahlen statt, an denen auch alle EU-Bürgerinnen und -Bürger teilnehmen können. Hier erfährst du in sechs Sprachen alles, was du für diese Wahlen wissen musst.

Ein Datum:

Am 21. Juni 1933 fing die sogenannte „Köpenicker Blutwoche“ an. Die Sturmabteilung (SA), also die paramilitärische Organisation der Nazis, verhaftete und folterte mehr als 500 Menschen aus der Arbeiterbewegung, darunter viele Mitglieder der SPD. Es gab viele Todesopfer. Am Tag danach wurde die SPD in ganz Deutschland verboten.

Ein Film:

„Der Hauptmann von Köpenick“ ist ein deutscher Klassiker. Der Film ist inspiriert von der wahren Geschichte Wilhelm Voigts, einem Schuhmacher, der 1906 – als Hauptmann verkleidet – das Rathaus der damaligen Stadt Cöpenick besetzte und die Stadtkasse stahl. Der Film war der erste Großerfolg im deutschen Kino nach dem zweiten Weltkrieg.

Eine Sehenswürdigkeit:

Das sowjetische Ehrenmal am Treptower Park ist ein Friedhof für 7000 Soldaten. Während eine 3m hohe Statue vom Mütterchen Russland um diese verlorenen Leben trauert, tritt ein Soldat Hakenkreuze mit den Füßen. Dieses außergewöhnliche Ehrenmal, sowie zwei andere in Berlin (Straße ders 17. Juni und Schönholzer Heide in Pankow), wurden nach dem zweiten Weltkrieg gebaut um die 80.000 sowjetischen Soldaten zu ehren, die 1945 während der Schlacht um Berlin starben.

Ein ungewöhnlicher Ort:

Das Funkhaus Nalepastraße ist ein eher unbekanntes Stück Geschichte von Ost-Berlin. Dieses Gebäude wurde 1951 gebaut und war der Sitz des offiziellen (und Propaganda-)Funks im Osten. Die Milchbar und der große Sendesaal sind die zwei Highlights des Gebäudes. Es lohnt sich aber auch, durch die Flure zu ziehen. Heute wird das Funkhaus langsam zum kulturellen Zentrum.

Was ist euer Lieblingsort in Treptow-Köpenick? Was sollte im Bezirk verändert oder verbessert werden? Mit euren Kommentaren könnt ihr an der politischen Diskussion vor der BVV-Wahl teilnehmen!

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