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Es heißt, dass die Chancen, in Pankow eine Wohnung zu finden viel höher sind, wenn man schon ein Kind hat. Zwar ist der Bezirk zum Familienparadies geworden: die Bevölkerung der Kinder unter 10 Jahren dort wächst seit 2001 kontinuierlich. Vielleicht ist es auch der Grund, warum Pankow heute mit 389.976 Einwohnerinnen und Einwohner der bevölkerungsreichte Bezirk Berlins ist? Jedenfalls ist Pankow auch für EU‑Ausländerinnen und ‑Ausländer attraktiv, insbesondere Prenzlauer Berg, wo sie 9 % der Bevölkerung abbilden. Alleine Menschen aus Italien, Frankreich, Spanien und dem vereinigten Königreich repräsentieren in dem Stadtteil fast 4,5 % der Bevölkerung.

Pankow verteilt sich über die drei Stadtteile Pankow, Prenzlauer Berg und Weißensee. Zu DDR-Zeiten war der Bezirk bei der politischen, intellektuellen und künstlerischen Elite sehr beliebt.

Wer regiert?

Seit 2006 werden die Pankower Babys (und Erwachsenen) von der SPD (Sozialdemokratischen Partei Deutschlands). Der Bürgermeister heißt Matthias Köhne. Der Bezirk zählt 17 sozialdemokratischen Verordnete, 13 grüne, 11 linke, 8 aus der Christlich-Demokratischen Union (CDU) und 6 Piraten.

Am 18.09.2016 finden in Pankow die Bezirkswahlen statt, an denen auch alle EU-Bürgerinnen und -Bürger teilnehmen können. Hier erfährst du in sechs Sprachen alles, was du für diese Wahlen wissen musst.

Ein Datum:

Am 09. November 1989 um 23:30 Uhr befiehlt Harald Jäger, Leiter der Grenzübergangstelle Bornholmer Straße, die Menschen aus Ost-Berlin nach West-Berlin ausreisen zu lassen. Diese Öffnung gilt als der erste Bruch der Berliner Mauer.

Ein Lied:

Sonderzug nach Pankow “ schrieb Udo Lindenberg nachdem ihm der Kulturverantwortliche der DDR verbot, ein Konzert in Ost-Berlin zu organisieren. Im Liedtext wird Erich Honecker, Erster Sekretär der SED, als Heuchler beschrieben, der im Geheimen West-Radio hört.

Eine Sehenswürdigkeit:

Das Schloss Schönhausen hat viele Epochen überlebt. Von 1740 bis 1790 war er Sommerresidenz der preußischen Königin Elisabeth Christine. Während des dritten Reichs diente es als Depot für die „entartete Kunst“. In den ersten Jahren der DDR war es Residenz von Wilhelm Pieck, Präsident der DDR. Nachdem dieses Amt abgeschafft wurde, wurde das Schloss zum Gästehaus für die hochrangierten Gäste der DDR (Ho-Chi-Minh, Fidel Castro, Michail Gorbatschow).

Ein ungewöhnlicher Ort:

Der Duncker-Club fällt nicht sofort auf. Gut versteckt auf einem Gymnasiumgelände ist dieses alte Gebäude seit mehr als 25 Jahren ein Tanzlokal. Zwischen 1983 und 1989 befand sich dort ein Jugendclub der DDR, der auch abseits der verordneten DDR-Kultur Punkkonzerte organisierte. Rockmusik ist heute immer noch wichtiger Teil des Programms.

 

Was ist euer Lieblingsort in Pankow? Was sollte im Bezirk verändert oder verbessert werden? Mit euren Kommentaren könnt ihr an der politischen Diskussion vor der BVV-Wahl teilnehmen!

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