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Noch vor zehn Jahren dachten viele, dass Neukölln der gefährlichste soziale Brennpunkt der Hauptstadt ist. Interessant wäre zu wissen, wie viele von denen, die damals so dachten, inzwischen nach Neukölln umgezogen sind. Heute gilt der Norden von Neukölln als „In“-Stadtteil der Stadt, der seine soziale und kulturelle Vielfalt sorgfältig pflegt. Hier hat mehr als 40% der Bevölkerung einen Migrationshintergrund.

Die EU‑Ausländerinnen und ‑Ausländer fühlen sich in Neukölln offensichtlich wohl. Zwischen 2010 und 2015 ist ihre Anzahl um 62% gestiegen. Heute repräsentieren sie mehr als 9% der Bevölkerung, im Norden des Bezirks sogar 14%.

Wer regiert?

Franziska Giffey ist Sozialdemokratin und seit 2015 Neuköllns Bürgermeisterin. 2011 erhielt die SPD 27 Sitze. Die CDU (Christlich-Demokratische Union) gewann 14 Sitze, die Grünen 8, die Piraten 4 und die Linke 3.

Am 18.09.2016 finden in Neukölln die Bezirkswahlen statt, an denen auch alle EU-Bürgerinnen und -Bürger teilnehmen können. Hier erfährst du in sechs Sprachen alles, was du für diese Wahlen wissen musst. Komm zu unserer Infoveranstaltung am 08.09. und nimm an der Diskussion mit den Bezirksverordneten teil!

Ein Datum:

Am 02. Februar 1732 lud Kaiser Friedrich Wilhelm I. die europäischen Protestanten nach Preußen ein. Im selben Jahr siedelte er in Rixdorf Mitglieder einer böhmischen religiösen Gemeinschaft an. Sie waren Anhänger des 1415 in Prag verbrannten Reformators Jan Hus. Der Kiez um den Richardplatz in Neukölln heißt heute Böhmisch-Rixdorf.

Ein Buch:

„Hipster wird’s nicht“ von Uli Heinemann erzählt die Geschichte des 44-jährigen Thomas, der in eine Neuköllner Hipster-WG einzieht. Seite für Seite wird klarer, dass der Erzähler seinen alten Kiez gar nicht mehr erkennt. Eine humoristische Chronik der Entwicklung des Bezirks.

Eine Sehenswürdigkeit:

Der Britzer Garten trägt viel dazu bei, dass Neukölln der grünste Bezirk der Hauptstadt ist (ein Fünftel der Fläche Neukölln besteht aus Parks und Wiesen). Dieser schöne Garten wurde gebaut, als die Mauer noch nicht gefallen war, um ein lokales Ausflugsziel im Grünen für die Neuköllner zu schaffen. Ein fabelhafter Ort, um den Sonnenuntergang zu bewundern.

Ein ungewöhnlicher Ort:

Das Museum Neukölln ähnelt natürlich anderen lokalen Museen, hat aber auch etwas Besonderes zu bieten: In dem alten Stall des Gutshofs Britz erfahren Besucher und Besucherinnen anhand von 99 Gegenständen vieles über die Geschichte des Bezirks. Das Gelände des Gutshofs Britz ist außerdem definitiv an sich schon einen Blick wert.

Was ist euer Lieblingsort in Neukölln? Was sollte im Bezirk verändert oder verbessert werden? Mit euren Kommentaren könnt ihr an der politischen Diskussion vor der BVV-Wahl teilnehmen!

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