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Bis zu der Wiedervereinigung Berlins und Deutschlands war die City-West um den Kurfürstendamm die Vitrine des west-deutschen Wirtschaftswunders. Nach dem Mauerfall aber verlor der Stadtteil seine Funktion als Zentrum Berlins, und neue Zentren des kulturellen Lebens entstanden in Ost-Berlin. Doch seit einigen Jahren ist wieder eine Aufbruchsstimmung in Charlottenburg-Wilmersdorf zu spüren: Wiedereröffnung des Zoo-Palasts, Umwandlung des Bikinihauses, zweiter Frühling der Schaubühne, Niederlassung mehrerer Fotostudios, usw.: Die City-West entdeckt sich neu.

Der Bezirk ist für die EU‑Bürgerinnen und ‑Bürger wieder sehr attraktiv geworden: In den letzten fünf Jahren sind 10.000 von ihnen dort hingezogen. Sie machen heute ca. 10% der gesamten Bevölkerung aus.

Wer regiert?

Seit 2001 regiert die SPD (Sozialdemokratische Partei Deutschlands), Bürgermeister ist seit 2011 Reinhard Naumann. Bei der letzten BVV-Wahl in 2011 haben die SPD und die CDU (Christlich-Demokratische Union) jeweils 18 Sitze erobert. Die Grünen haben 14 Sitzen gewonnen, die Piraten 4 und die Linke 1.

Am 18.09.2016 finden in Charlottenburg-Wilmersdorf die Bezirkswahlen statt, an denen auch alle EU-Bürgerinnen und -Bürger teilnehmen können. Hier erfährst du in sechs Sprachen alles, was du für diese Wahlen wissen musst.

Ein Datum:

Am 05. Mai 1886 wurde die Straßenbahnlinie Zoologischer Garten – Halensee eröffnet. Die Linie fuhr fast die ganze Länge des Kurfürstendamms. Dieses Datum gilt daher als offizieller Geburtstag des großen Boulevards. Zwar wurde die letzte Straßenbahnlinie West-Berlins 1967 geschlossen. Der Kurfürstendamm ist aber nach wie vor das Schaufenster der City-West.

Ein Film:

„Im Angesicht des Verbrechens“ ist eine deutsche Krimiserie, bei der das russische Mafiamilieu Charlottenburgs im Mittelpunkt steht. Ein Polizist, dessen Bruder vor zehn Jahren ermordet wurde, geht auf Jagd nach einem Kopf der russischen Mafia und muss sich zwischen seinen Familienwerten und seinem neuen Leben als Polizist entscheiden.

Eine Sehenswürdigkeit:

Im Olympiastation, vom nationalsozialistischen Regime in „Reichssportfeld“ unbenannt, spielten sich die olympischen Sommerspiele 1936 ab. Das Deutsche Stadion, das 1913 eingeweiht wurde, wurde zu diesem Zweck von der Regierung in ein Gebäude römischer Prägung umgebaut. In das Stadion passen heute fast 75.000 Personen.

Ein ungewöhnlicher Ort:

Aus den Bäumen des Teufelsbergs ragen Radarkuppeln hervor. Auf diesem künstlichen Berg, der aus 25 Millionen Tonnen Kriegstrümmer entstanden ist, befand sich während des kalten Kriegs die Abhörstation der Alliierten. Nach dem Mauerfall und der Wiedervereinigung wurde die elektronische Ausrüstung entfernt. Das Gebäude wurde bis 1999 für die Überwachung des zivilen Flugverkehrs benutzt und dann verlassen. Der Teufelsberg ist mit 120m der höchste Berg Berlins.

Was ist euer Lieblingsort in Charlottenburg-Wilmersdorf? Was sollte im Bezirk verändert oder verbessert werden? Mit euren Kommentaren könnt ihr an der politischen Diskussion vor der BVV-Wahl teilnehmen!

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